Berlin im HAMNET per VoIP erreichbar
Seit heute sind die ans HAMNET angeschlossenen Berliner Funkamateure auch per SIP-Telefonie erreichbar. Bei DB0KK läuft auf einer VM seit einiger Zeit schon ein auf Asterisk basierender Telefonieserver mit der Oberfläche FreePBX V16. Dieser Server wurde nun in Zusammenarbeit mit Danielo DL7TA und Egbert DD9QP redundant bei DB0GW (Universität Duisburg-Essen) und DB0RES (Hub-West) in das bestehende HAMNET-Telefonienetz integriert. Ab sofort ist es nun für die Berliner Funkamateure möglich, alle anderen ins vernetzte HAMNET-Telefoniesystem eingebuchten Funkamateure zu erreichen, unabhängig von deren Standort oder davon, an welchem Server diese angemeldet sind. Umgekehrt sind natürlich auch die Berliner Funkkollegen über ihre an das Rufzeichen gekoppelte Rufnummer aus dem Netz für ein Telefongespräch erreichbar. Die Konfiguration der dem HAMNET-Telefonsystem zu Grunde liegenden Dundi-Vermittlungstechnik war auf der aktuellen FreePBX V16, im Unterschied zu den Vorgängerversionen 14 und 15, nicht ganz trivial. Schließlich gelang es aber doch, den Asteriskserver der Berliner FreePBX zur Mitarbeit zu "überreden". Die Verbindung steht ab sofort zur Verfügung. Wir wünschen allen Telefonie-affinen Funkamateuren im HAMNET viel Spaß mit den neuen Verbindungsmöglichkeiten.
Die Universität Duisburg-Essen (UDE) ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Die gesamte IT-Infrastruktur musste daraufhin heruntergefahren und vom Netz getrennt werden. Zentrale Dienste wie PC-Anwendungen, E-Mail und Festnetztelefonie stehen nicht zur Verfügung. Die IT-Spezialist:innen der Universität arbeiten unter Hochdruck daran, den Schaden zu erheben und die Systeme schrittweise wiederherzustellen. Wie lange dies dauern wird, ist unklar. Es handelt sich um zentrale Infrastruktur sowie mehrere tausend Systeme für die etwa 6000 Mitarbeiter und ca. 40000 Studierenden an den Standorten Duisburg und Essen. Es ist geplant, bis zum Sommersemester 2023 wieder einen "Normalbetrieb" zu erreichen.
Heute wurde am Schlauchturm beim Kreisfeuerwehrgerätehaus in Goch die erste Linkantenne für das geplante linksrheinische HAMNET/Notfunk-Netz im Kreis Kleve aufgebaut (geplantes Rufzeichen DM0GOC). Dazu wurde eine alte, nicht mehr benötigte 400MHz-Richtantenne gegen einen modernen 5,8GHz-Parabolspiegel mit 70cm Durchmesser getauscht. Während ich mich draußen mit dem Tausch der Antennen beschäftigte, bereitete Christian DL7BCU von der Leitstelle des Rettungsdienst Kreis Kleve im Inneren das Entfernen des alten Flexwell-Antennenkabels und anschließende Einziehen des neuen Netzwerkabels durch die Außenwand vor. Über die neue Linkstrecke wird via DB0KV eine breitbandige Verbindung zur
